Nordjütland im Herbst – Entschleunigung vom Alltag.

Du suchst eher die Einsamkeit und Ruhe in Deinem Urlaub? Dann ist die Nordseeküste von Nordjütland im Herbst, ganz im Norden Dänemarks, eine vielversprechende Alternative zum Trubel der Touristenzentren rund um das Mittelmeer.

Grauer Himmel, stürmisches Wetter und ein beständig mit 10 oder mehr Beaufort wehender Wind. Wer will so etwas in seinem Urlaub?

Nun, nicht jeder entspannt bei Sonne und durchzechten Nächten auf Mallorca.

Der Urlaub startet spätestens beim Verlassen der deutschen Autobahnen. Richtung Norden zieht es zu der Jahreszeit eher wenige Urlauber und so bist Du auf den dänischen Schnellstraßen auch fast alleine unterwegs. Nördlich von Aalborg verschwinden dann die deutschen Kennzeichen fast völlig aus dem Straßenbild.

Bei Erreichen Deines Ferienhauses direkt hinter den Dünen, spätestens wenn Du Dein Auto verlässt und den salzigen Geruch der Nordsee einatmest, weißt Du, warum die Dänen als das glücklichste Volk der Erde gelten.

Der erste Weg nach dem Auspacken und Einrichten des Ferienhauses führt an den kilometerlangen und teilweise mehrere hundert Meter breiten Strand. Wenn Du Glück hast ist es ein Tag wie beschrieben, mit Sturm und meterhohen Wellenbrechern. Das Meer ist schwarz und die Wolken düster. Ideal für einen Spaziergang am Strand.

Nach dieser ersten Erfahrung kannst Du dich in Deinem Ferienhaus bei einer heißen Tasse Tee und einem Saunagang (fast alle dänischen Ferienhäuser besitzen eine eigene kleine Sauna) wieder aufwärmen. Zum Ende des Tages knistert ein gemütliches Feuer im Ofen und unter einer Decke auf dem Sofa liegend liest Du ein Buch. Du solltest wissen, dass nicht jedes Haus dort über einen Internetzugang verfügt.

Am nächsten Morgen ist das Wetter wie am Vortag und das Schöne ist, es wird auch die meiste Zeit Deines Aufenthaltes dort so bleiben. Nach dem Frühstückt überlegst Du, ob Du erst einen Spaziergang machst und danach Tee trinkst oder lieber doch gleich mit der Tasse Tee auf das gemütliche Sofa wechselst. Sollte sich im Laufe des Tages dann doch einmal die Sonne zeigen, so kannst Du ganz entspannt bleiben, das Wetter beruhigt sich relativ schnell wieder.

Die Dänen haben für diese Art Urlaub ihr eigenes Wort. Sie nennen es hyggelig, was auf Deutsch so viel heißt wie gemütlich oder eher heimelig.

Sollte es Dir dann doch mal zu hyggelig werden empfiehlt sich der Besuch einer der Sehenswürdigkeiten Nordjütlands, wie beispielsweise dem versandeten Leuchtturm Rubjerg Knude, der großen Wanderdüne Rabjerg Mile oder dem nördlichsten Punkt Dänemarks Grenen bei Skagen.

Alle Sehenswürdigkeiten:

Sand in der Küche – Nordjütlands versandeter Leuchtturm Rubjerg Knude

Eine Wüste in Dänemark – Nordjütlands Wanderdüne Rabjerg Mile

Zwei Meere treffen aufeinander – Grenen bei Skagen in Dänemark

https://www.breierblog.de/stahlbeton-am-strand-deutsche-bunker-an-daenemarks-kueste/