Bodensee – Zwischenstopp bei Niedrigwasser

von | 04.01.2019 | Deutschland, Reiseziele | 0 Kommentare

Nach unserem beeindruckenden Aufenthalt im Agricapeggio le Carbonaie in der Toskana, ging es am 10.10.2018 wieder zurück in Richtung Norden. Natürlich konnten wir die Strecke bis Hannover nicht in einem Zuge fahren und haben somit noch einen Zwischenstop am Bodensee eingelegt.

Für alle, die den gesamten Roadtrip im Reisetagebuch lesen möchten gibt es hier den Link:

Oktober 2018 – Reisetagebuch

Zunächst aber haben wir ganz früh morgens unser Zelt eingepackt und waren um kurz nach 7 Uhr schon unterwegs, wieder in Richtung Schweiz. Unsere Vignetten mussten wir ja nun ausnutzen. Wir haben uns diesmal für den vermeintlich schnelleren Weg an Mailand vorbei und durch den Gotthard-Tunnel entschieden. Tatsächlich ist die Strecke deutlich gerader aber auch nicht ganz so schön wie unser Hinweg über den Grimselpass. Aber, das muss man fairerweise auch sagen, die Landschaft ist auch schön und die Fahrt durch den Tunnel mit seinen 16,9 km Länge muss man mal gemacht haben. In der Mitte des des Tunnels liegen über 3000 Meter Gestein über dem Tunnel und dadurch bedingt steigt die Temperatur dort auf satte 36 °C an:

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Gotthard und Zürich

Der Gotthard-Tunnel ist immer für einen Stau gut. Wir hatten wirklich Glück und sind fast staulos in den Tunnel gefahren. Es war wirklich lediglich ein bisschen stockender Verkehr vor dem Tunnel. 

Danach hat unser Navi einen Stau um Zürich herum auf der Autobahn festgestellt und uns zielstrebig durch Zürichs Innenstadt geführt. Das war definitiv deutlich schlechter als wenn wir auf der Autobahn geblieben wären. Kurz vor 18:00 Uhr sind wir dann auf dem Campingplatz Wahlwies angekommen. Gerade noch rechtzeitig während der Öffnungszeiten der Anmeldung. Wir bekamen einen schönen Platz unter einem der vielen Apfelbäume auf dem Gelände und waren für alle dort wieder die Show, während wir unser Anhängerzelt aufklappten. Da wir nur für einen Tag dort blieben, hat sich das Aufstellen des Vorzeltdaches nicht gelohnt. Somit blieb das dann in der Alukiste. Vor Einbruch der Dunkelheit sind wir dann noch eine Runde mit den Hunden gegangen und haben eine Kleinigkeit gegessen.

Campinggarten Wahlwies 

Der Campinggarten Wahlwies ist ein sehr hundefreundlicher Campingplatz. Pro Hund wird eine Übernachtungsgebühr von 1 Euro erhoben. Dafür steht ausserhalb des Platzes eine umzäunte Hundewiese zur Verfügung, auf der die Vierbeiner dann ohne Leine toben können. Ausserdem gibt es auch noch eine Hundedusche, damit Du Deinen Vierbeiner auch mal waschen kannst. Wir hatten den Standardplatz mit der Nummer 3 und haben für die 2 Nächte inklusive Strom, Umweltabgabe und Kurtaxe 60,60 Euro bezahlt. Der Strom wurde auf unserem Platz extra abgerechnet mit 0,6 Euro pro Kilowattstunde. Der Campingplatz ist allerdings auch Mitglied bei ACSI und somit sind für die Nebensaison wahrscheinlich auch Sonderangebote inklusive Strom verfügbar. Wir sind jedoch nicht Mitglied und somit wurde das halt extra berechnet.

Der Platz ist Terassenförmig angeordnet und die Plätze fallen etwas zu Strasse hin ab. Also, wenn Du mit WoMo unterwegs bist, vergiss die Unterlegkeile nicht. Auf dem Platz stehen jede Menge Apfelbäume, die für ausreichend Schatten sorgen. Allerdings haben es so Apfelbäume auch an sich, dass sie im Herbst die Äpfel verlieren. Dann solltest Du dich nur mit Helm unter die Bäume setzen. Mich hätte einer fast beim Abendessen erschlagen… Dafür hatten wir aber auch immer frisches Fallobst für uns und unsere beiden Fellnasen.

Die Santäranlagen waren, zumindest noch im Oktober 2018, nicht wirklich berauschend. Ehrlich gesagt, waren die Duschen und Toiletten Bretterbuden und das Schlechteste was wir auf unserem Roadtrip an Sanitäranlagen erlebt haben. Aaaabeeer…. das neue Sanitärhaus war bereits in Bau. Soweit ich das jetzt gelesen habe, ist das Gebäude seit Dezember fertig und somit sind auch die Sanitäranlagen jetzt auf dem neuesten Stand. 

http://www.camping-wahlwies.de/

 

Der Bodensee

Der Campinggarten Wahlwies liegt etwa 8 km vom Bodensee entfernt. In 10 Minuten bist Du mit dem Auto in Bodmann-Ludwigshafen direkt am Bodensee. Wir sind dort hingefahren und haben mit unseren Hunden ein bisschen die Promenade dort unsicher gemacht.

Vorher war aber noch ein bisschen Arbeit angesagt. Seit einiger Zeit schreibe ich Fachtexte für Internetseiten. Meist über sehr technische Themen. Am  Morgen mussten daher zunächst noch 2 Texte Korrektur gelesen werden. Das schöne an dieser Art der Arbeit ist, dass man sie von überall aus machen kann. Aber wirklich reich wird man davon nicht.

Wie gut, dass ich meine Lektorin immer dabei habe (beste Ehefrau der Welt).

Nach dem die Texte eingereicht worden waren sind wir dann zum Bodensee gefahren. Wir haben uns den Ort Bodmann-Ludwigshafen ausgesucht. Der ist nur 10 Minuten vom Campingplatz entfernt und hat eine ganz hübsche Strandpromenade, an der wir mit unseren beiden Hunden spazieren gegangen sind. Geparkt haben wir auf dem Parkplatz am Bahnhof. Von dort aus sind wir zunächst ein bischen auf den Wiesen am Bodensee entlanggegangen und haben die Hunde im Wasser spielen lassen. Ben war wie immer sofort im Wasser und Prinzesschen Bea lässt sich halt etwas mehr Zeit.

Aufgrund des trockenen Sommers hatte der Bodensee, wie fast alle Seen, sehr wenig Wasser. Bei Gesprächen mit den Einheimischen haben wir erfahren, dass es sogar verboten war die Landwirtschaft, sprich die Obstbäume, mit Wasser aus dem Bodensee zu versorgen. Sowas kommt wohl nur sehr selten vor.

Currywurst am Bodensee

Wir sind dann halt an der Promenade in Richtung Stadtzentrum weiter gegangen. So ziemlich am Ende der Promenade ereilte uns dann auch schon wieder der kleine Hunger und wir überlegten, was es denn zu Essen sein sollte. Restaurants sind dort zur Genüge vorhanden, aber so richtig Lust auf Fisch aus dem Bodensee hatten wir eigentlich nicht. Da vielen unseren Augen und unseren Nasen eine Imbissbude auf, die direkt am Wasser liegt. Hier gab es einiges an Kleinigkeiten und vor allem Curywurst-Pommes Rot/Weiß. Auf einmal überfiel mich Heißhunger. Nun haben wir natürlich schon öfters schlechte Erfahrungen mit dieser Art Essen gemacht und waren daher gespannt. Tatsächlich war das bis dato die beste Currywurst die ich an einem Imbiss dieser Art gegessen habe. Ausgenommen sind natürlich die auf Currywurst spezialisierten Buden wie sie z. B. in Berlin zu finden sind. Der Imbiss heißt übrigens Hafenmauer un hat leider keine eigene Webseite, so dass ich ihn hier auch nicht verlinken kann.

Der letzte Abend

Mit dem Besuch am Bodensee verabschieden wir uns nun von unserem Roadtrip in den Süden. Unser Anhängerzelt hat uns gute Dienste erwiesen und ist wirklich, nach einigem Üben, innerhalb kürzester Zeit aufgebaut. Dennoch gibt es einige Punkte, die ich bis zum nächsten Urlaub, den wir mit dem Zelt verbringen ändern werden. Dazu gibt es dann natürlich einen weiteren Blogpost hier auf Breier’s Blog.

Noch einmal gab es nach dem Abendbrot den obligatorischen Käse mit Feigensenf und dann ging es ins Bett.Morden früh sollte es dann um 7:00 Uhr auf die Piste gehen bis nach Hause, rund 700 km. 

Den Campingplatz haben wir natürlich wie üblich bereits am Abend bezahlt und wurden dann auch gleich vom Strom getrennt. Damit mussten wir den Rest des Abends ohne Strom auskommen, was ja aufgrund der der Coleman Benzinlampe kein Problem ist. Alle Akkus waren voll und somit alles OK. Auch ein Punkt, den ich vor der nächsten Reise ändern werde. Dann wollen wir auch ohne Landstrom eine autarke Stromversorgung haben.

Unser Fazit zum Bodensee

Die Gegend am Bodensee hat uns nicht so überzeugt. Allerdings waren wir ja auch nur einen Tag dort und da sieht man halt nicht viel. Ich denke auch, dass wir uns beim nächsten mal, sollten wir doch noch mal in diese Region kommen, auch einen anderen Campingplatz suchen würden. Versteh das nicht falsch, der Patz ist eigentlich ganz gut, hundefreundlich und mit dem neuen Sanitärhaus auch bestimmt eine gute Adresse, Er hat uns aber nicht so überzeugt wie die anderen Plätze auf unserer Reise und daher würden wir wohl beim nächsten Mal einen anderen Platz ansteuern. Wobei ich gar nicht genau sagen kann was uns gestört hat.

So nun abonniere noch schnell unseren Newsletter, damit Du immer auf dem neuesten Stand bist und dann lesen wir uns wieder wenn es auf die nächste Reise geht. Die wird im Januar stattfinden. Wohin ist noch ein Geheimnis.