Coronavirus – sicher Reisen, Träumen, Klopapier

von | 21.06.2020 | Dinge des Alltags | 0 Kommentare

Nicht unser Jahr

2020 ist irgendwie nicht unser Jahr. OK, wahrscheinlich nicht nur nicht unser Jahr, aber ganz besonders nicht unser Jahr. Es ging im Januar schon los und das Coronavirus ist wahrscheinlich noch nicht das Ende vom Lied. Unsere gesamte Jahresplanung, die Reisen und die Treffen mit Freunden haben wir auf Eis legen müssen. Naja, zumindest konnten wir unsere geplanten Renovierungsarbeiten durchführen und da sind wir auch immer noch dabei. Aber der Reihe nach.

 

Norwegen im Januar

Nachdem wir ja bereits im Januar 2019 in Nordnorwegen unterwegs waren, wollten wir das dieses Jahr wiederholen. Allerdings mit einer etwas anderen Strecke und mit deutlich mehr Zeit. So war zumindest der Plan.

Die Strecke haben wir diesmal tatsächlich anders gewählt. Neben Schweden stand auch ein kleiner Abstecher nach Finnland auf unserem Programm und so konnten wir uns auch einmal Rovaniemi, die Stadt vom Weihnachtsmann ansehen. Nachdem wir aber bereits im Norden von so schlechtem Wetter in Form von Schnee und Sturm überrascht wurden, mussten wir unsere Fahrt in Richtung Nordkap abbrechen und uns weiter nach Süden orientieren.

Wrangler im Schnee

Wrangler im Schnee

In Alta bekamen wir dann auch noch schlechte Nachrichten aus Deutschland. Mein Papa wurde mit einer Hirnblutung ins Krankenhaus eingeliefert und sein Gesundheitszustand war sehr besorgniserregend. Also haben wir noch einen kurzen Abstecher auf die Lofoten gemacht und sind dann wieder nach Deutschland gefahren. Die letzte Etappe sind wir dann auch noch 2500 km in einem Stück durchgefahren.

 

Gesundheit geht vor

Als wir wieder in Deutschland waren, haben wir natürlich erst einmal meinen Papa im Krankenhaus besucht und waren schon sehr erschüttert. Zu der fortgeschrittenen Alzheimererkrankung kam jetzt auch noch die Gehirnblutung mit halbseitiger Lähmung. Wir waren auf jeden Fall froh wieder zu Hause zu sein, denn zu dem Zeitpunkt war nicht klar, wie das ausgehen würde. 

Klar war aber auch, das Papa nicht wieder nach Hause kommen würde. Mama ist auch über 80 und wäre mit der Pflege komplett überfordert gewesen. Also haben wir uns um einen Platz in einem Pflegeheim gekümmert. Leider war in unserer Stadt, also nah bei uns, kein Platz zu finden und so mussten wir auf ein entfernteres Pflegeheim ausweichen. Somit mussten wir uns mit den Besuchen bei ihm aufteilen und Mama, meine Schwester und ich sind dann imer ein um den anderen Tag hingefahren.

Die täglichen Besuche der Familie bei ihm wurden dann auch noch abrupt gestoppt, als das Coronavirus immer weiter um sich griff.  

Projekte auf dem Abstellgleis

Ich bin ja freiberuflicher Softwareentwickler für den Bereich Maschinenbau und somit halt von Firmen im Bereich Sondermaschinenbau abhängig. Die wirtschaftliche Situation war bei vielen Firmen schon vor dem Coronavirus angeschlagen und hat sich ab März drastisch verschlechtert. 

Alle Projekte, die noch im Februar in Verhandlung waren sind damit gestrichen und ich sitze also seit Januar ohne Projekt da. Nun können wir von unseren Rücklagen sicher eine Zeit überbrücken aber wir hoffen natürlich, dass die Firmen bald wieder zum normalen Betrieb übergehen.

Falls Ihr also ein Softwareprojekt in Eurer näheren Umgebung wißt, dann lasst es mich doch wissen…

Kooperationen

Wir hatten ja eine neue Kooperationsanfrage von einem holländischen Ferienhausvermittler erhalten und schon mal einen ersten Text zu der Buchungsplattform von Naturhäuschen geschrieben. Ende April wollten wir eigentlich in einem der Häuser Urlaub machen. Das ist aber leider wegen der Coronakrise ausgefallen und auch die Kooperation liegt derzeit natürlich auf Eis. Ich denke, der Anbieter wird selbst Probleme genug haben die ganzen Stornierungen zu verkraften. Wir haben aber vor, das auf jeden Fall wieder aufleben zu lassen, sobald wieder ein wenig Normalität zurückgekehrt ist.

Eine gute Nachricht gibt es aber. Die Plattform Daenemark.de hat bei uns für eine Kooperation angefragt und so wird es bald möglich sein über unsere Seite auch einen Urlaub in Dänemark zu buchen. Für jede Buchung die hier über unsere Seite läuft bekommen wir dann einen kleinen Obulus der natürlich wieder in unsere Reisekasse läuft.

Seit neuestem gibt es zu unserem Blog auch einen kleinen Onlineshop. Wir haben den bei Redbubbel angelegt, denn dort kannst Du unsere schönsten Bilder und Grafiken von unseren Reisen auf verschiedenen Produkten bestellen. Oder aber das Bild reicht Dir, dann kannst Du es dort als Poster oder sogar als Galeriedruck erwerben.

 

Coronavirus

 Das Coronavirus hat uns dieses Jahr ja nun einiges an Einschränkungen abverlangt. Ob im Privaten, beruflichen oder bei unserer Reiseplanung, überall mussten wir komplett umdenken.

Als wir im Januar oben in Norwegen waren, hat noch keiner geahnt, was daraus wohl mal werden würde. Wie immer war das alles ja weit weg in China und dazu noch in einer abgeriegelten Zone. Was soll da schon passieren. 

Nun ist unsere Welt in den letzten Jahren noch näher zusammengerückt und spätestens als die Ausbreitung des Coronavirus in Italien nicht zu stoppen war und es erste Fälle in Bayern gab, sind Janet und ich schon mal zum Supermarkt gefahren und haben uns mit Lebensmitteln und Klopapier (:-)) eingedeckt. Also Lebensmittel ja, auf Klopapier sind wir zu dem Zeitpunkt noch nicht gekommen.

Das Bundesamt für Katastrophenschutz rät ja, Lebensmittel für mindestens 14 Tage pro Person im Haus zu haben. Nun leben hier im Hause 4 Personen und da ist es tatsächlich, trotz eines Kellers kaum möglich so viel an Vorräten zu Hause zu lagern. So sind wir also auch noch während des Lockdowns hin und wieder einkaufen gefahren und haben uns wirklich sehr über das Kaufverhalten mancher Menschen gewundert. Dass man Mehl und Hefe zu Hause hamstert kann ich ja vielleicht noch verstehen. Aber Klopapier? Wir haben jedenfalls entschieden uns andere Möglichkeiten zu überlegen den Hintern sauber zu bekommen, bevor wir Wucherpreise für Klopapier bezahlen.

 

Alles wird gut

Zu dem Zeitpunkt, wo ich diesen Artikel schreibe sind die Fallzahlen in Deutschland bereits deutlich rückläufig und mehrere Bundesländer haben bereits angefangen die Beschränkungen im öffentlichen Leben langsam wieder zurückzufahren. Ob das gut oder zu früh ist, wird sich erst zeigen müssen. Einige Hotspots brechen ja gerade wieder aus.

Einige Länder haben die Coronakrise bereits für beendet erklärt oder erst gar nichts getan, siehe Brasilien, USA oder auch Schweden. Alle diese Länder haben diese Entscheidung jedoch mit sehr hochen Fallzahlen und Todesfällen bezahlt. Ich denke hier in Deutschland sind wir mit den beschlossenen Maßnahmen recht gut gefahren.

Ab nächste Woche wird auch das Pflegeheim, wo sich mein Papa befindet wieder für Gäste geöffnet sein und dann können wir da auch wieder hin.

Auch Länder wie Dänemark öffnen wieder ihre Grenzen und so fangen auch wir wieder an, langsam über eine weitere Reise nachzudenken, die dann Ende Setember bis Mitte Oktober stattfinden soll. Wir möchten gerne noch mal Italien unsicher machen und dort etwas weiter in den Süden fahren. Mal sehen ob unsere Planung aufgeht.

Reisen und Träumen in Zeiten des Coronavirus

Nun haben wir ja das große Glück auch ein schönes zu Hause zu haben, mit großem Garten in dem sich unsere Hunde auch wohl fühlen. Daher ist der Drang, raus aus dem Haus und in ferne Länder nicht so groß, wie das vielleicht in einer 2-Zimmer Wohnung wäre. Trotzdem planen wir natürlich schon unsere nächsten Reisen.

Dabei kommt uns zu Gute, dass wir diese typischen Reiseformen und Ziele eh nicht gut finden. Wir setzen uns in keinen Flieger um zum nächsten Urlaubsort zu kommen, meiden Hotels oder Clubanlagen und gehen schon gar nicht auf eine Kreuzfahrt. Unsere Reiseunterkünfte sind entweder Ferienhütten oder unser Anhängerzelt und beides ist eine ziemlich risikoarme Art des Reisens.

Dieses Jahr werden wir versuchen, noch einmal mit unserem Anhängerzelt in den Süden zu fahren. Ende September bis Mitte Oktober soll es entweder nach Italien oder Spanien gehen. Ligurien, Toskana oder der spanische Norden. Mal sehen, wo es uns hinführt.

Auch für 2021 haben wir bereits Pläne. Seit vielen Jahren wollen wir mal wieder im Januar nach Dänemark. Die Küsten sind zu der Zeit absolut leer und laden uns und unsere beiden Fellnasen zu langen ausgedehnten Spaziergängen ein. Wir freuen uns da schon auf 2 sehr entspannte Wochen.

Als zweites Ziel in 2021 haben wir Schottland angedacht. Ende April, Anfang Mai wollen wir uns in den Linksverkehr wagen und die Highlands und die Isle of Sky unsicher machen. Du siehst, trotz des Coronavirus träumen wir schon wieder von den nächsten Reisen.