Fotografieren beim Wandern – 5 Tips für die beste Ausrüstung

von | 16.02.2020 | Fotografie, Ausrüstung | 0 Kommentare

Bei uns gehört das Fotografieren beim Wandern einfach dazu. Wenn wir auf unseren Reisen zu einer Wanderung aufbrechen wollen wir ja schließlich auch zeigen, warum es sich lohnt dort in der Natur unterwegs zu sein. Dazu gehört halt einfach, neben der Beschreibung im Text, auch das ein oder andere Bild von den schönsten Orten, die es dort zu erkunden gibt. Neben unseren beiden Hunden und den Rücksäcken ist somit die Kamera das wichtigste Utensil.

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In diesem Blogbeitrag nennen wir mal wieder einige Hersteller von Fotoausrüstungen. Wir haben aber für diesen Text kein Geld erhalten sondern berichten nur von den Dingen, die wir bei unseren Wanderungen für das Fotografieren auch immer nutzen. Es handelt sich hier also um unbezahlte Werbung, da müssen wir an dieser Stelle drauf hinweisen.

Fotoausrüstung fürs Wandern

Bei unseren Reisen hat das Wandern und der Faktor Outdoor einen recht hohen Stellenwert. Wir unternehmen zwar keine Mehrtageswanderungen, aber wir sind doch schon öfters den ganzen Tag zu Fuß unterwegs. Dabei geht es auch mal in bergiges und schlecht zu laufendes Terrain und wir haben in unseren Rucksäcken einiges an Proviant und Getränken dabei. Außerdem sind immer eine Decke und ein paar Dinge im Rucksack, die wir im Notfall brauchen könnten, bspw. wenn wir von schlechtem Wetter überrascht werden. Da ist dann oftmals nicht mehr so viel Platz für eine riesige Fotoausrüstung mit dutzenden Wechselobjektiven. Kompakt und sinnvoll ist in diesem Fall das Zauberwort.

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Das Handy

Unsere Ausrüstung für das Fotografieren beim Wandern besteht aus wenigen sehr kompakten Dingen. Janet und ich haben natürlich immer unsere Smartphones dabei und seien wir ehrlich, für die meisten Fotos reicht die Kamera im Handy völlig aus. Der Vorteil ist ganz klar, dass man den Apparat immer in greifbarer Nähe hat, entweder direkt in der Outdoorjacke oder zumindest irgendwo im Bauchgurt. So schnell wie das Handy einsatzbereit ist, ist es keine andere Kamera.

Gerade die neueren Handys bieten zudem noch eine sehr ausgereifte Bildsoftware die die Bilder direkt in den Farben leuchten läßt, die die meisten Menschen sehen wollen. Die neuen Bildprozessoren unterdrücken das Rauschen auch in dunkleren Situationen und für Porträts kannst Du wählen ob der Hintergrund mit scharf oder ob er unscharf gerechnet werden soll. Also bietet das Handy doch eigentlich nur Vorteile, oder? Wozu braucht man denn dann noch anderes Equipment?

Hier siehst Du ein Bild, das Janet mit ihrem Handy aufgenommen hat. Ich schreibe da auch mal die Aufnahmeparameter dazu. Du kannst auf das Bild klicken, dann wird es größer dargestellt und die Beschriftung erscheint.

Durch den kleinen Sensor des Smartphones kannst Du auch noch bei relativ wenig Licht und langer Belichtungszeit aus der Hand fotografieren. Der Dynamikumfang der Sensoren ist dabei schon so gut, dass so ein Sonnenuntergang auch richtig schön aufgenommen wird. Eine Nachbearbeitung ist fast nicht mehr nötig. Kein Wunder also, dass viele unserer Bilder auf Wanderungen mit den Handy aufgenommen werden.

Irgendwann ist aber das Handy mit seinen Möglichkeiten doch am Ende. So haben die meisten Smartphones keinen oder nur einen eingeschränkten Zoombereich. Und irgendwann wird es dem kleinen Sensor doch zu dunkel, und ein etwas größerer Sensor muss dann die Aufgabe erledigen. Es gibt natürlich auch Stativhalterungen für das Handy und wenn Du nur mit dem Handy fotografieren willst, raten wir Dir, eine bessere Fotosoftware als App zu installieren. Diese nutzen meist deutlich mehr Funktionen als die eingebaute Fotosoftware von Google oder Apple.

 

 Die Kompaktkamera

Für das Fotografieren beim Wandern haben wir (oder besser gesagt ich) auch immer eine Kompaktkamera dabei. Seit geraumer Zeit schon fotografiere ich mit Kameras aus dem Hause Sony und bin damit sehr zufrieden. Also lag es nahe, dass auch die Kompaktkamera die wir auf unsere Wanderungen mitnehmen wollten, von Sony ist. Der Grund dafür, beides aus einem Hause zu haben ist einfach, dass dann alle Kameras das gleiche RAW-Format erzeugen. Und genau das ist sehr wichtig für mich (Janet bleibt lieber bei ihrem IPhone).

Die kleine Kamera, die wir uns zugelegt haben ist die Sony RX100IV, ein etwas älteres Modell aus der Baureihe, das aber alle Funktionen bereitstellt, die wir für unsere Fotos brauchen. Inklusive RAW-Format. Warum das Fotografieren im RAW Format wichtig ist, kannst Du übrigens in unserem Artikel zum Entwickeln von Digitalfotos nachlesen.

RX100IV unsere Kamara fürs Fotografieren beim Wandern

RX100IV unsere Kamara fürs Fotografieren beim Wandern

Die RX100IV passt noch in jede Jackentasche und ist fast so schnell einsatzbereit wie ein Handy. Zusätzlich verfügt die kleine Kamera über ein Zoom-Objektiv mit einer Brennweite von 24 – 70mm (bezogen auf Kleinbild) und ist zudem auch noch echt Lichtstark (f1.8 -2.8). Damit ist sie für die meisten Fotos hervorragend einsetzbar und braucht den vergleich mit größeren Kameras mit noch etwas größerem Sensor nicht zu scheuen. Die RX100IV hat einen 1″ großen Sensor und löst mit 24 MPixeln auf. Das ist eine doppelt so hohe Auflösung wie beim unseren Handys. Die Kamera läßt sich einfach auf jedes Stativ montieren, kann vom Handy aus fernbedient werden und filmt sogar Videos in 4K – Auflösung. Was will man mehr?

Zusätzlich habe ich die Kamera in ein SmallRig-Cage montiert, da sie für meine Hände fast schon etwas zu klein ist. Ausserdem hat der Käfig sehr viele Möglichkeiten weiteres Zubehör zu montieren und besitzt einen wirklich guten Handgriff, den hat die RX100IV nämlich überhaupt nicht.

Gerade bei schwierigen Lichtsituationen ist eine gute Kompaktkamera dem Handy deutlich überlegen. In der unten zu sehenden Gallerie befinden sich 2 Bilder. Das erste ist mit dem IPhone XS bei ISO250 aufgenommen und das 2. Bild ist mit der RX100IV aufgenommen, bei ISO 2500. Die beiden Bilder machen deutlich wo der Vorteil der Kompakten liegt.

Filmen und Fotografieren beim Wandern

Die von uns genutzte RX100IV kann ja, wie gesagt, bereits mit 4K-Auflösung filmen. Trotzdem haben wir immer auch eine kleine Action-Cam dabei, mit der wir dann hauptsächlich unsere Filme bei den Wanderungen aufnehmen. Wie beim Fotografieren beim Wandern, nutzen wir auch für das Filmen ein Produkt von Sony. Natürlich gibt es da auch andere wirklich gute Action-Cams aber wir haben uns bewusst für die kleine Cam von Sony entschieden.

Die FDRX3000 hat einige nette Funktionen und kann im Prinzip auch als Fotokamera genutzt werden. Das ein oder andere Mal hatte ich auch nur die FDRX3000 mit auf unseren Wanderungen. Zu der FDRX3000 gibt es einen kleinen Handmonitor, den man entweder am Arm, an einem Selfistick oder an der mitgelieferten Halterung befestigen kann. Über diesen kleinen Handmonitor wird die Kamera gesteuert. Ganz besonders gefällt mir der mechanische Verwacklungsschutz, der über eine mit einem Gimbal gelagerte Linse realisiert ist. Die Fernsteuerung kann auch über das Handy erfolgen und wird mit der gleichen App durchgeführt wie bei der RX100IV.

Was die Kombination aus RX100IV und FDRX3000 aber besonders sinnvoll macht ist, dass beide Kameras den gleichen Typ Akku verwenden. Dadurch brauchen wir nur ein einziges Ladegerät für beide Kameras. Noch dazu können die Akkus in der Ladeschale über eine Powerbank geladen werden. Nicht unbedingt üblich bei Kameraakkus.

Fotografieren beim Wandern mit der FDRX3000

Zubehör fürs Fotografieren beim Wandern

Die Kamera ist das eine, aber das Zubehör ist fast genauso wichtig. Natürlich kommt es immer darauf an, weswegen wir eine Wanderung unternehmen. Entsprechend mehr oder weniger Zubehör nehmen wir mit. Diese Liste umfasst dabei nur das Zubehör, das wir immer für das Fotografieren beim Wandern benötigen.

Das Stativ

Ein Stativ haben wir immer dabei, allerdings variiert die Art des Statives. Für lange Wanderungen, bei denen wir nur wenig Fotoausrüstung dabei haben können, ist nur ein kleines biegsames Ministativ dabei, auch bekannt unter dem Fachbegriff Gorillapod. Die Teile sind sehr kompakt und vielseitig einsetzbar. Wir wickeln das Stativ um Äste oder an einen Zaun, stellen es auf den Boden und zur Not kann es auch mit einem Selfiestick verlängert werden.

Stativ fürs Fotografieren beim Wandern

Stativ fürs Fotografieren beim Wandern

Liegt unser Augenmerk mehr auf der Fotografie und die geplante Wanderung ist nicht zu intensiv, nehme ich mein großes Stativ von Rollei mit. Ich nutze das Rollei Lion Rock 25 Mark 2 mit dem zugehörigen Kugelkopf auch von Rollei. Die Kombi ist extrem stabil und wiegt 2,5 kg ist also noch gerade so für eine Wanderung geeignet. Das Stativ kann ich außen am Rucksack befestigen und habe es dann relativ schnell einsatzbereit.

Akkus und Ladegerät

Wenn wir viel fotografieren oder filmen ist ein Akku, gerade beim filmen, schnell mal aufgebraucht. Auf längeren Touren gehören also mehrere Ersatzakkus auf jeden Fall in den Rucksack. Hierbei sollte man bei der Wahl der Kameras darauf achten, dass alle Geräte die gleichen Akkus verwenden, das spart Platz. Auch sollte das Ladegerät über einen USB Anschluß betrieben werden können, weil dann eine Powerbank als mobiler Stromspeicher zum nachladen dienen kann.

Ladegerät mit Akkus und USB Anschluß

Akkus und Ladegerät mit USB-Anschluß

Akkus für RX100IV und ActionCam VCR3000

 

 

 

 

 

Powerbank mit Solarpanel

Eine Powerbank mit 25Ah gehört immer an unseren Rucksack. Wir nutzen die RAVPower 25000mAh die auch über ein Solarpanel auf dem Gehäuse verfügt. Die Powerbank hängt daher außen oben auf dem Rucksack und kann über das Solarpanel während der Wanderung geladen werden. Allerdings muss ich sagen, dass das Solarpanel doch sehr klein ist und ich es bisher nie geschafft habe die Powerbank nur über das Solarpanel zu laden. Die Powerbank sollte also beim Start voll geladen sein. Natürlich können auch die Handys über diese Powerbank geladen werden.

Speicherkarten

Auch wenn wir es bisher nie gebraucht haben, so befinden sich immer ein paar Ersatzspeicherkarten im Gepäck. Die haben wir nicht dabei, weil vielleicht mal eine Karte voll sein könnte, da kann man ja vorsorgen und rechtzeitig Fotos auf die externe Festplatte transferieren. Aber es kann ja sein, dass so eine Speicherkarte mal den Geist aufgibt und nicht mehr funktioniert. Dann ist es total ärgerlich, wenn in der Natur plötzlich die Speicherkarte streikt.

Wir verwenden seit neuestem nur noch Speicherkarten nach dem U3 Standard, da diese eine Schreibgeschwindigkeit von bis zu 100 MByte/s haben. Diese hohe Übertragungsrate ist notwendig, wenn wir neben dem eigentlichen Fotografieren beim Wandern auch mal Filme in 4K aufnehmen wollen.