Lammetun – grandiose Natur nördlich vom Sognefjord

von | Norwegen, Reisen, Reiseziele | 0 Kommentare

Die Insel Lametun liegt etwa 60 km nördlich der Mündung des Sognefjordes. Um zu der Insel zu gelangen führt eine schmale und kurvenreiche Strecke 60km über Berge, um Berge herum, durch einige Dörfer und Ansiedlungen und immer wieder durch maximal 1-spurige Straßenabschnitte. Das hat natürlich den Vorteil, dass nicht viele große Wohnmobile sich bis auf diese Insel vorwagen. Der Campingplatz auf Lametun liegt zudem abseits der sonstigen Touristenströme, die sich dieses Jahr im Mai bereits durch Norwegen schlängeln.

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Richtung Lammetun

Von Süden aus geht es auf der E39 bis zur Fähre Richtung Lavik und mit der Fähre rüber auf die andere Uferseite. Von dort ausgeht es über den Laviksdalvegen in Richtung Akse und Hyllestad. Wir folgen der geschwungenen Straßenführung und sind schon der Meinung, dass wir unser Ziel, den Lammetung Camping gar nicht mehr erreichen werden, als die Straße über Bauernhöfe hinweg führt und plötzlich endet. Wir haben es dann doch noch geschafft, nach 60 nervenzehrenden Kilometern.

 

Lammetung Camping

Wie so oft ist die Rezeption des Campingplatzes nicht besetzt, aber an der Tür steht wie immer die Telefonnummer der Campingplatzverwaltung. Ein freundlicher Mann meldet sich und sagt mir, er sei in 2 Minuten dort. Er wohnt in einem der Häuser gleich neben dem Platz. Es ist mal wieder sehr windig und so suchen wir mit ihm zusammen einen Platz aus im Windschatten eines großen fest installierten Wohnwagens. Sowieso sind die meisten der Plätze durch Dauercamper belegt.

Möglichst nah an unserem Windschutz bauen wir also unser Zelt auf und genießen dabei die Aussicht auf das Meer, gleich zu unseren Füßen, nur durch einen kleinen Landstreifen getrennt. Noch mehr fasziniert uns aber der riesige Felsen, der vor der Küste von Lammentun aus dem Meer ragt. Wirklich ein gewaltiger Anblick.

Alden vor der Küste von Lammetun

Alden vor der Küste von Lammetun

Der Alden ist ein Berg mitten im Atlantik und ragt mehr als 480 Meter aus dem Meer und wird auch „The Norwegian Horse“ genannt, da die Silhouette des Berges an ein Pferd erinnert. Der Betrieber des Campingplatzes erzählte uns auch, dass die Kreuzfahrer diesen Berg als erstes sehen, wenn sie um die Südspitze von Norwegen herum in Richtung Norden fahren.

Der Lammetung Camping verfügt neben ein paar Stellplätzen auch noch über 5 Hütten bzw. Appartements. Etwas sparsam sind die Sanitäreinrichtungen eingerichtet. In einem Holzhäuschen auf Stelzen befindet sich eine Toilette und eine Dusche für Herren und das selbe noch mal für Damen. Zu der Zeit, wo wir dort waren, war das kein Problem, aber zur Hauptsaison dürfte das doch eher knapp sein.

Die Lage des Lammetung Camping ist dagegen fantastisch. Direkter Zugang zum Meer ist sowohl für Angler als auch für mich als Kajakfahrer optimal. Auch ein Ausflug zu der vorgelagerten Inselgruppe Værlandet bietet sich an, da es zur Fähre nur ein paar Kilometer sind.

Link zum Lammetun Camping

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Festungsanalgen auf Lammetun

Neben der tollen Aussicht, viel Natur und Meer gibt es aber noch ein anderes Highlight auf Lammetun, dass es sich lohnt angesehen zu werden. Die alten Festungsanlagen aus dem 2. Weltkrieg liegen direkt neben dem Campingplatz und sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Die Geschützstelungen liegen oben auf den höchsten Felsen der Küstenformation und darunter sind reisige Höhlen in den Felsen gehauen worden um für die Munition Platz zu schaffen.

Ein historischer Ort der auch gerne von Paintball Spielern genutzt wird. Paintball Turniere finden dort regelmäßig statt und zu dem Zeitpunkt sind dann die Anlage auch für den normalen Besucher geschlossen. Während unseres Besuches fand dort auch eines dieser Turniere statt.

Lammetun Festung

Lammetun Festung

 

Die Shrimps Überraschung

Bereits am ersten Tag habe ich mic kurz mit anderen Paddlern auf dem Platz unterhalten und herausgefunden, wo die besten Einstiege und Touren sind. Die Inselwelt dort bietet wirklich für jeden Paddler etwas.

Am zweiten Tag unseres Aufenthaltes saßen wir gerade beim Abendbrot im Zelt, da es draußen einfach zu frisch wurde, als auf einmal einer der Paddler, die dort auch Dauercamper sind, mit seinem Sohn vor unserem Zelt stand.

Ob wir denn Shrimps mögen, fragte er. Na klar mögen wir Shrimps und so überreichte er uns einen etwa 5 kg schweren Pappkarton in dem sich jede Menge (5 kg etwa) Shrimps befanden. Dazu hatte er auch noch Weißbrot und Majonaise für uns, also alles dabei für eine köstliche Fischmahlzeit.

Wie kam es denn nun dazu…..

Der Besitzer des Campingplatzes hatte eigentlich eine Gesellschaft von Paintballern erwartet, die vorne in seinem kleinen Restaurant mal richtig Shrimps essen wollten. Leider hatte die aufgrund des windigen Wetters abgesagt, aber erst als er schon die Shrimps aufgetaut hatte. So hatte er also etlich kg Shrimps über, die er definitiv nicht alleine vertilgen konnte.

Also hat er erst mal eine ordentliche Ration an seine Dauercamper abgegeben und als die nicht mehr mochten, haben sie den Rest (immer noch etliche kg) an uns weitergegeben. Das alles zum Nulltarif.

Shrimpstag

Shrimpstag

So Shrimps sind ja recht arbeitsaufwendig und fast 5 kg Shrimps pulen hat schon was. Aber die Arbeit hat sich dann doch gelohnt und wir hatte somit 4 Tage lang die schönsten Variationen von Shrimps. Ob im Rührei, mit Spaghetti oder als Shrimpssalat, alles hat wirklih gut geschmeckt.

Shrimps verarbeiten

Shrimps verarbeiten

 

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Mit dem Kajak rund um Lammetun

Wie schon gesagt ist die Inselwelt rund um Lammetun ein echtes Paradies für Paddler. Eigentlich wollte ich bereits am 2. Tag unseres Aufnethlates los, aber der Wind frischte stark auf und so war das erst mal nichts mit Paddeln gehen. Dafür begrüßte uns aber dann ein anderes Sefahrzeug früh am Morgen, als wir noch beim Frühstück waren.

U-Boot im Fjord

U-Boot im Fjord

Plötzlich und unerwartet schiperte da auf einmal ein U-Boot durch den Fjord for Lammetun. Da musste ich doch gleich mal das große Tele aus der Fototasche suchen und ein Schiffsportrait anfertigen. Auf dem Bild ist auch noch recht gut die Nummer des U-Bootes zu erkennen:

Es handelte sich um das S304 und Wikipedia hat ganz besondere Informationen gerade zu dem U-Boot vorrätig. So wurde das U-Boot mal bei einem Nato-Manöver disqualifiziert, weil es zu viele feindliche Schiffe abgeschossen hatte und damit eine für das Manöver geplant Landung unmöglich machte. Sache gibt das…

Dem U-Boot waren die hohen Wellen an dem Tag dann auch ziemlich egal, ich aber haben meinen Kajakausflug eher auf den nächten Tag verschoben. An dem Tag war das Wetter dann auch deutlich besser und so ging es doch endlich mit dem Kajak einmal rund um die Insel Lammetun.

Die gesamte Strecke ist etwa 5 km lang, das zeigt, wie klein die Insel ist. Bei leichter Dünung bin ich erst Richtung Osten und in den Kanal zwischen der Insel und dem Festland gepaddelt. Eine schöne Runde, ruhig zu paddeln und mit viel Natur und kleinen Buchten.

Mit dem Kajak um Lammetun

Mit dem Kajak um Lammetun

 

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Værlandet –  mit der Fähre zu den Inseln

Die Antlantikstraße bei Molde kennt ja fast jeder. Sie ist ja auch ein Weltkuturerbe. Eigentlich hätte die Inselgruppe Værlandet die gleiche Auszeichnung verdient, denn auch hier führen Brücken von der einen Insel zur nächsten und das über viele Kilometer. Wir haben uns am letzten Tag unseres Aufenthaltes auf Lammentun auf den Weg gemacht um einen kurzen Abstecher auf die kleine Inselgruppe zu unternehmen.

Mit der Fähre geht von Fure aus direkt zum Fähranleger von Værlandet. Von hier aus schlängelt sich die Straße zunächst ein paar Kilometer über Hauptinsel bis die erste große Brücke auf die weiter westlich gelegenen Inseln führt. Die erste Insel in dieser Reihe von kleinen Inseln ist Mælver.

Von dort aus wollen die Brücken gar kein Ende mehr nehmen und führen über zerklüftete Felsen bis zur letzten möglichen Sackgasse in Bulandet. Von dort aus geht es dann nur noch mit dem Boot weiter auf die noch weiter westlich gelegenen Insel.

Die Inseln von Værlandet

Die Inseln von Værlandet

Neben den Brücken bietet die Insel natürlich auch jede Menge Natur und einige interessante Wanderwege. Unsere Zeit auf Værlandet war leider sehr begrenzt und so ging bereits nach 3 Stunden unsere Fähre wieder zurück nach Fure. Hier solltest Du wissen, dass wenn Du den kleinen Fähranleger in Fure als Ziel hast, dann musst Du vorher bei der Fährgesellschaft anrufen und den Zielpunkt buchen. Wenn Du das nicht machst, dann fährt die Fähre evtl. Direkt durch bis Askvoll auf der anderen Seite des Fjordes.

 

Wir haben uns gefragt, womit die Einwohner hier ihr Geld verdienen. Tourismus ist es wahrscheinlich nicht, dazu liegt diese wunderschöne Inselwelt zu weit ab von den normalen Touristenströmen. Bei unserer Fahrt über die Insel sind uns natürlich viele Fischerdörfer aufgefallen. Daher wird die Fischerei wohl die Haupteinnahmequelle der Inselbewohner sein.

Weiterhin gibt es auf der Insel einen Steinbruch, der wohl auch als Arbeitgeber in Frage kommt. Ansonsten bleibt den Bewohnern nur die tägliche Fahrt über das Meer nach Askvoll.

Værlandet ist noch ein ziemlich unberührtes Fleckchen Norwegen und wir hoffen, dass diese Inselwelt auch weiterhin den Individualreisenden in Norwegen überlassen bleibt.

Unser vorletzter Tag in Norwegen im Mai neigt sich dem Ende entgegen und wir packen wie so oft schon mal das Vorzelt ein. Morgen früh soll es losgehen, in einem Rutsch fahren wir bis nach Deutschland. Wir sind dieses Etappenfahren im 3h Rythmus jetzt schon so gewöhnt, dass uns auch solche Distanzen keine Angst mehr machen.

Und als hätte die Natur es gewusst, bietet und Lammetun am Abend noch einen seiner fantastischen Sonnenuntergänge..

Sonnenuntergang auf Lammetun Panorama

Sonnenuntergang auf Lammetun Panorama

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