Farsund – Camping und Glamping im südlichsten Norwegen

von | Reisen, Norwegen | 0 Kommentare

Auf unserer Norwegenreise im Mai 2022 war Farsund, ganz im Süden Norwegens die erste Station auf unserer Reise. Wir hatten uns den Campingplatz Lomsesanden an einem schönen Strandabschnitt gelegen für den Aufenthalt ausgesucht. Eine gute Wahl, wie sich herausstellte denn der Campingplatz bietet über Camping hinaus auch die Möglichkeit des Glamping, in speziellen Zelten direkt hinter der Düne.

Als wir dort ankamen war die Rezeption des Platzes nicht besetzt. Das ist aber in der Vorsaison wohl kein Einzelfall wie wir später noch feststellen sollten. An der Rezeption hängt dann im Normalfall die Telefonnummer wo der Platzwart erreichbar ist. Wir hatten schon von unterwegs aus angerufen (Internet macht es möglich) und brauchten nur 5 Minuten warten und der Besitzer kam auch dort an. Er zeigte uns in welchem Bereich wir uns einen Platz frei auswählen könnten. Wir wählten wieder einen etwas windgeschützten Bereich am Waldrand.

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Ein langer Strand vor Farsund

Der Platz hat so seinen Charme. Zunächst liegt er hinter einer Düne und auf der andern Dünenseite erstreckt sich ein für Norwegen richtig langer Sandstrand, der Lomsesanden. Der Strand ist nach Süden hin ausgerichtet und so bietet er auch den ganzen Tag über Sonne, wenn sie denn scheint. Von dem Strand aus bin ich auch 2 mal mit dem Kajak auf der geschützten Bucht gepaddelt, trotzdem dass recht viel Wind die Tage war. Auch mit den Hunden ist der Strand lang genug für einen ausgiebigen Spaziergang. Im Sommer ist er sicherlich Anlaufstelle für viele sonnenhungrige Norweger.

Hundespaziergang am Lomsesanden

Hundespaziergang am Lomsesanden

Mit dem Paddelboot am Lomsesanden

Mit dem Paddelboot am Lomsesanden

Die Bucht ist von West und Ost schützend mit hohen Felsen eingerahmt, so dass auch bei starkem Wind nur wenig Wellen in der Bucht sind. Damit sind sowohl Badegäste als auch Menschen im Paddelboot vor widrigem Wetter weitgehend geschützt. Eine reiche Tierwelt scheint es auch zu geben, zumindest hat mich auf einer der Paddeltouren eine Robbe immer mal wieder argwöhnisch beäugt und ist gleich wieder abgetaucht, wenn ich zurückgeguckt habe…

 

Glamping und Camping

Der eigentliche Grund, warum ich gerade Farsund als 2. Ziel der Reise ausgesucht habe ist, dass auf dem Lomsesanden Campingplatz auch Zelte fürs Glamping stehen. Das wollte ich nicht nutzen, aber doch mal anschauen. Wir waren das Wochenende vor dem 17.Mai dort, also dem norwegischen Nationalfeiertag und entsprechend war auch recht viel Betrieb für Mitte Mai dort. Eine Gruppe Frauen hatte sich in mehrere der Glamping Zelte eingemietet und auch sonst waren viele Norweger auf den Beinen und genossen die ersten warmen Sonnenstrahlen des Jahres. Zusätzlich zu den Zelten befinden sich auf dem Platz auch überall Sitzgelegenheiten und Feuerstellen, die abends auch alle in Betrieb waren.

Die Zelte fürs Glamping sind allerdings nicht mit eigenen Sanitäranlagen versehen und so vermute ich, dass in der Hauptsaison das Sanitärgebäude einigen Andrang erleben dürfte. Die Sanitäranlagen (3 Duschen, 6 Toiletten) wurde einmal am Tag gereinigt. Das ist in der Vorsaison OK und auch die Anzahl ist für die Vorsaison akzeptabel. Wie das in der Hauptsaison dort ist kann ich schwer beurteilen. Frischwasserstellen sind über den ganzen Platz verteilt, dadurch ist es nicht nötig, immer bis zur Küche des Platzes zu laufen.

Glamping in Farsund

Glamping in Farsund

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Um Farsund herum

Farsund ist selbst eine Kleinstadt, in der alles zu bekommen ist. Kaffees, Geschäfte und ein kleiner Hafen laden zum Bummeln ein. Für uns, mit den beiden Hunden eher nicht so die Location, die wir brauchen, aber wer darauf Wert legt, findet dort schon sehr viel. Aber Vorsicht, eben mal im Hafenkaffee einen Cappuccino trinken kann schon ein kleines Loch in die Urlaubskasse reißen. Als wir 2001 das erste mal hier mit den Kindern Urlaub gemacht haben, haben wir im Hafenkaffee 2 Cappuccino und eine Fanta bestellt und umgerechnet 25 Euro bezahlt. Das ist wahrscheinlich nicht günstiger geworden.

Wer Südnorwegen sagt, der meint natürlich auch Lindesnes, den südlichsten Punkt Norwegens mit seinem schönen Rot-Weißen Leuchtturm. Und klar, den haben wir dieses Mal auch wieder besucht. Zu diesem Leuchtturm gibt es hier auf Breiers Blog auch einen eigenen Blogbeitrag: https://www.breierblog.de/lindesnes-fyr-suedlichstes-norwegen/

Lindesnes Leuchtturm

Lindesnes Leuchtturm

Es war den Tag wirklich sehr stürmisches Wetter. Das ist bei dem Leuchtturm dann noch umso schöner, weil rund um den Leuchtturm herum bricht sich die See an den Felsen des Ufers. Das sieht wirklich spektakulär aus und bedarf natürlich des ein oder anderen Fotos…..

Aber die wohl eindrucksvollste Aufnahme des Tages hat natürlich wieder Janet mit ihrem IPhone geschossen. Ich bin da manchmal schon etwas neidisch, das sie mit dem Handy bessere Fotos macht als ich mit meiner Systemkamera…

Foto von der Spitze des Leuchtturms

Foto von der Spitze des Leuchtturms

Außer Lindesnes gibt es um Farsum herum natürlich noch anderes zu entdecken. Mandal, die Hafenstadt mit dem längsten Sandstrand Norwegens liegt gleich um die Ecke, Kristiansand ist auch guter Reichweite und lohnt immer einen Besuch. Wenn Du lieber in der Natur unterwegs bist, dann führt die Landstraße 43 immer am Fluß Lygna entlang zu richtig schönen Wanderungen in den Bergen Südnorwegens. Ein kleiner Geheimtip ist die Wanderung oberhalb des Skrelifallan, einem Wasserfall der von mehreren Seen oberhalb Lyngdals gespeist wird. Wird sind dort 2001 mit unseren beiden Kindern gewandert und es ist eine großartige Landschaft.

 

 

Lista Fyr, Norwegens plattes Land

Neben dem berühmten Leuchtturm bei Lindesnes führt der Lista Fyr ein wenig ein Schattendasein. Irgendwie nicht gerechtfertigt, denn der Leuchtturm und vor allem die Landschaft rund um den Leuchtturm sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Wir waren 2001 bereits einmal mit unseren kleinen Kindern dort und hatten uns vorgenommen diesmal wieder in dieser besonderen Landschaft vorbeizuschauen.

Der Leuchtturm liegt auf einer etwas vorgelagerten Landzunge auf wirklich flachem Land im Meer. Das Gebiet ist ein Paradies für Vogelkundler, für die auch an jeder Ecke geschützte Aussichtspunkte eingerichtet sind. 2001 waren wir oben auf dem Leuchtturm, dieses Mal haben wir mit den beiden Hunden darauf verzichtet die vielen Stufen nach oben zu laufen.

Der Leuchtturm ist deutlich höher als Lindesnes Fyr aber irgendwie nicht so hübsch. Aus grauem Naturstein aufgebaut und mit dem platten Land drum herum lockt er natürlich viel weniger Menschen an als der Rot-Weiße auf Klippen stehende Lindesnes Leuchtturm. Trotzdem hat der Lista Fyr seinen eigenen Reiz. Rund um den Leuchtturm befindet sich eine flache Landschaft die mit kleineren und größeren Findlingen übersät ist und in Richtung Norden sieht das Land ein wenig aus wie das Alpenvorland, wo flache Wiesen in den Bergen am Horizont enden.

Du möchtest mehr über den Leuchtturm im flachen Land erfahren, dann schau auf seine Internetseite: Lista Fyr

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Unser Fazit zu Farsund

Der Süden Norwegens hat für uns seinen besonderen Reiz. Hier findet sich die meiste Abwechslung in der Landschaft Norwegens, Lange Sandstrände, flache Ebenen und Berge die zum Wandern geradezu einladen wechseln sich ab. Pitoreske Hafenstädte sind das i-Tüpfelchen und laden ein durch die verschiedenen Marinas zu schlendern. Eine fantastische Urlaubsregion. Der Lomsesanden Campingplatz bietet dann auch noch für alle Campingfans die ideale Umgebung für einen wirklich entspannten Urlaub. Für alle Norwegen Einsteiger empfehlen wir diese Region, sie bietet alle Facetten Norwegens mehr oder weniger vor der Haustür.

Die Wege in den Norden Norwegens sind lang und kurvenreich und nicht jeder möchte diese langen Fahrten auf sich nehmen. Der Süden bietet aber alles was im Norden auch zu finden ist, vielleicht einfach ein kleine Nummer kleiner. Farsund ist auf jeden Fall einer unserer Favoriten in Norwegen.

 

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